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28. Juni 2022
Artem Borysov siegte über 100 und 200 Meter Freistil und führte die 4x50-Meter-Freistil-Staffel auf den dritten Platz (Copyright Bild: Jan Kleimeier)

Ausbeute kann sich sehen lassen

Passend zum Ferienbeginn fuhren sieben Schwimmer des SV Greven Richtung Norden, jedoch nicht, um sich an der Nordsee an den Strand zu legen, sondern um beim Artland-Schwimmfest in Quakenbrück auf Zeiten- und Medaillenjagd zu gehen. Ihre Beute kann sich dabei sehen lassen: 13 Gold-, sieben Silber- und zwei Bronzemedaillen gewannen die SVG-Aktiven, dazu schwammen sie zwölf neue Bestzeiten auf der Langbahn.

Während die meisten Kinder in NRW bereits die Sommerferien genossen, war es für einen Grevener Schwimmer ein ganz besonderer Wettkampf. Denn für Artem Borysov (Jahrgang 2005) war es sein erster Wettkampf in Deutschland. Seit Anfang Mai trainiert der 16-jährige Ukrainer zusammen mit den Wettkampfschwimmern des SV Greven, in Quakenbrück feierte er dann seinen Einstand im Wettkampfbecken. Über 100 Meter Freistil setzte er sich mit knappem Vorsprung gegen alle Konkurrenten durch und holte sich den Sieg in der offenen Klasse. Gleiches wiederholte er über die doppelte Distanz, die er ebenfalls für sich entschied. Und als Startschwimmer der 4×50-Meter-Freistilstaffel ebnete er den Weg zum dritten Platz.

Ganz nach vorne in der offenen Wertung aller Schwimmerinnen ging es auch für Lucy Springensguth (2004). Über 200 Meter Brust legte sie im vorletzten Lauf eine Zeit vor, an der sich alle Schwimmerinnen des Endlaufs die Zähne ausbissen. Außerdem erreichte sie noch vier erste und drei zweite Plätze in der Jahrgangswertung. Den vierten Sieg in der „Offenen“ sicherte sich Jan Kleimeier (AK 30) über 100 Meter Rücken. Er siegte zudem viermal in seiner Altersklasse.

In der gleichen Altersklasse gingen auch Lukas König und Robert Hupka an den Start. König schwamm alle drei Bruststrecken über 50, 100 und 200 Meter und gewann jeweils die Goldmedaille, Hupka belegte hinter seinen Vereinskollegen dreimal Platz zwei und wurde einmal Dritter.

Neele Pfennig (2008) spezialisierte sich in Quakenbrück auf die Rücken- und Freistilstrecken. Über 100 Meter Rücken gewann sie die Silbermedaille, im Freistilschwimmen verpasste sie als Vierte das Siegerpodest zweimal knapp. Haarscharf an einer Medaille vorbei schwamm auch Katharina Kurk (2010). Nach 50 Meter Rücken fehlten ihr gerade einmal fünf Zehntelsekunden auf Platz drei, über 50 Meter Freistil waren es gar nur 22 Hundertstel. Mit ihren insgesamt drei Langbahnbestzeiten war sie dennoch zufrieden.

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